Die Metapher des 18. Kamels
Die im folgenden beschriebene Metapher ist ein Sinnbild für eine Verhandlung, bei der jeder das bekommt was er möchte. - Eine gute Verhandlung schafft Wert. Ein Kompromiss sollte nur im Notfall angestrebt werden, denn bei einem Kompromiss bekommen 100% der Teilnehmer nur 50% von dem was sie eigentlich verlangen.
Mein Bestreben ist in schwierigen Situationen und Verhandlungen eine kreative Lösung zu finden. Verkäufer und Käufer sind oft zu nah an ihrer Realität und haben einen eingeschliffenen Blick auf die Dinge. Das kann dazu führen, dass sie den Blick für die Wirklichkeit verlieren. Dabei sollte ihnen eines bewusst sein - Gleiches Denken führt immer mehr zu gleichen Resultaten.
Manchmal ist dafür ein Kamel nötig - was es damit auf sich hat, erfahren sie, wenn sie weiterlesen.
Ein alter Mann im Orient hielt 17 Kamele. In seinem Testament legte er dar, wie sein Besitz unter seinen drei Söhnen aufgeteilt werden sollte.
Der Tag kam und die Söhne standen vor einem großem Dilemma, da der Vater folgendes festgelegt hatte:
„Die Hälfte meiner 17 Kamele soll mein ältester Sohn bekommen, ein Drittel der Kamele mein mittlere Sohn und ein Neuntel mein jüngster Sohn.“
Auch ohne einen Taschenrechner erkennen Sie schnell - die Rechnung geht nicht auf - Es sei denn, die Kamele kommen mit dem Säbel in Kontakt - aber das war keine Option für die drei Männer und so saßen sie traurig da und grübelten. Ein weiser alter Mann ritt auf seinem Kamel an den drei traurigen Gestalten vorbei und erkundigte sich bei ihnen, ob alles in Ordnung sei. Die drei Männer erklärten die Situation.
Der alte weise Mann hielt kurz inne und überließ den drei Männern sein Kamel. Die Rechnung ging mit 18 Kamelen nun endlich auf. Der Älteste bekam 9 Kamele, der Mittlere 6 und der Jüngste 2.
Doch Moment - was ist geschehen.. 9+6+2 ist gleich 17.
Und so nahm der alte weise Mann sein übrig gebliebenes Kamel und ritt lächelnd davon. Die drei Männer blieben glücklich zurück.
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